Was ist Naltrexone und wofür wird es angewendet?
Naltrexone ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das zur Unterstützung der Abstinenz bei Alkohol‑ und Opioidabhängigkeit eingesetzt wird. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Opioidantagonisten und blockiert die Effekte von Opioiden sowie, auf indirektem Weg, den Belohnungsreiz durch Alkohol. Es ersetzt keine psychosoziale Therapie, kann aber wesentlich dazu beitragen, Rückfälle zu verhindern.
In Österreich wird Naltrexone unter ärztlicher Aufsicht verordnet, meist im Rahmen einer umfassenden Entwöhnungsbehandlung. Voraussetzung ist, dass die betroffene Person bereits opioidfrei ist, da es sonst zu akuten Entzugssymptomen kommen kann. Die Therapie wird in der Regel von einer Fachärztin oder einem Facharzt für Psychiatrie oder Suchtmedizin begleitet.
Die Substanz wurde ursprünglich in den 1960er‑Jahren entwickelt und ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Suchttherapie. Sie zielt nicht auf eine „Heilung“ ab, sondern dient als pharmakologischer Baustein, der das Verlangen dämpft und die Chance auf langfristige Abstinenz erhöht. Gerade bei Alkoholabhängigkeit hat sich gezeigt, dass die Rückfallraten unter Naltrexone signifikant sinken können.
Wie Naltrexone im Körper wirkt
Naltrexone heftet sich an die gleichen Bindungsstellen im Gehirn wie opioidhaltige Substanzen, ohne selbst eine aktivierende Wirkung zu entfalten. Indem es die Andockstellen besetzt, verhindert es, dass konsumierte Opioide ihre euphorisierende, schmerzlindernde oder atemdepressive Wirkung entfalten können. Dadurch fehlt der erwartete Belohnungseffekt, was die psychische Abhängigkeit schrittweise verringern kann.
Bei Alkoholabhängigkeit ist der Mechanismus etwas indirekter. Alkohol setzt im Körper Endorphine frei, die an Opioidrezeptoren binden und ein angenehmes Gefühl vermitteln. Naltrexone blockiert diese Endorphinwirkung, sodass das Trinken seinen typischen Belohnungscharakter verliert. So kann das Verlangen nach Alkohol abnehmen, auch wenn der Alkoholrausch selbst nicht vollständig unterdrückt wird.
Es ist entscheidend zu verstehen, dass Naltrexone kein Substitutionsmittel ist und keinerlei Rauschwirkung besitzt. Es wirkt nur, wenn es regelmäßig nach Plan eingenommen wird, idealerweise in Kombination mit therapeutischer Begleitung. Der Körper baut keine Toleranz gegenüber dem Wirkstoff auf, und bei bestimmungsgemäßer Anwendung besteht kein Abhängigkeitspotenzial.
Darreichungsformen und allgemeine Einnahmehinweise
Naltrexone ist in Österreich überwiegend als Filmtablette mit 50 Milligramm Wirkstoff verfügbar. In manchen Fällen kann die Therapie mit einer niedrigeren Dosis begonnen werden, etwa mit einer halben Tablette, um die Verträglichkeit zu testen. Die genaue Dosis und das Einnahmeschema legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt individuell fest.
Folgende Darreichungsformen sind im Handel:
| Form | Stärke | Häufige Packungsgrößen |
|---|---|---|
| Filmtabletten | 50 mg | 28 Stück, 56 Stück |
| Filmtabletten | 25 mg (geteilt) | nach ärztlicher Anweisung |
Die Einnahme erfolgt üblicherweise einmal täglich mit einem Glas Wasser, unabhängig von den Mahlzeiten. Um die Therapietreue zu unterstützen, kann in enger Abstimmung auch ein Schema mit drei Gaben pro Woche gewählt werden, was für manche Patientinnen und Patienten alltagstauglicher ist. Wichtig ist, kein Einnahmeintervall zu überspringen, da sonst die Schutzwirkung nachlässt.
Setzen Sie Naltrexone niemals eigenständig ab oder ändern Sie die Dosierung ohne ärztliche Rücksprache. Besonders zu Beginn kann es zu leichten Befindlichkeitsstörungen kommen, die in der Regel abklingen. Lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Arzt beraten, wenn Unsicherheiten bestehen.
Sicherheit, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen
Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Naltrexone zählen Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Nervosität und Schlafstörungen. Diese treten meist in den ersten Tagen der Einnahme auf und schwächen sich danach deutlich ab. Schwerwiegende unerwünschte Wirkungen wie Leberfunktionsstörungen sind selten, können aber insbesondere bei höheren Dosen vorkommen.
Das Medikament ist nicht für jeden geeignet. Es darf nicht angewendet werden bei akuter Hepatitis, schweren Leberschäden oder wenn akut Opioide eingenommen werden. Ein opioidfreier Zustand von mindestens sieben bis zehn Tagen ist vor Therapiebeginn nachzuweisen – andernfalls drohen heftige Entzugserscheinungen. Auch während einer laufenden Opioidbehandlung, etwa mit methadongestützter Substitution, ist Naltrexone nicht angezeigt.
Die Einnahme zusammen mit Alkohol ist grundsätzlich möglich, da keine aversive Reaktion wie bei Disulfiram auftritt; dennoch ist das Ziel der Behandlung die Alkoholabstinenz. Bei einer Überdosierung besteht das Risiko einer Leberschädigung, daher ist umgehend ärztliche Hilfe aufzusuchen. Ein spezifisches Gegenmittel existiert nicht, die Therapie erfolgt rein symptomatisch.
Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt stets über alle weiteren Medikamente, die Sie einnehmen, einschließlich frei verkäuflicher Präparate. Insbesondere opioidhaltige Hustenmittel oder Durchfallstopp können in Kombination mit Naltrexone wirkungslos bleiben oder unerwartete Effekte hervorrufen.
Entwicklung und geschichtlicher Hintergrund
Die Wurzeln von Naltrexone reichen in die 1960er‑Jahre zurück, als Wissenschaftler nach einem länger wirksamen Opioidblocker suchten. Das ursprüngliche Ziel war, eine Alternative zu Naloxon zu schaffen, das sehr kurz wirkt und sich damit nicht für die Dauertherapie der Abhängigkeit eignet. Durch chemische Modifikationen entstand schließlich Naltrexone, das eine orale Einnahme und eine Wirkdauer von etwa 24 Stunden ermöglicht.
In den USA erfolgte die Zulassung zur Behandlung der Opioidabhängigkeit 1984, einige Jahre später folgte die Erweiterung auf die Alkoholabhängigkeit. In Europa, darunter auch in Österreich, ist Naltrexone seit den 1990er‑Jahren fest etabliert. Über die Zeit kamen Varianten wie das Depot‑Präparat in Form einer intramuskulären Injektion hinzu, die monatlich verabreicht wird und die Therapietreue sichern soll.
Heute ist Naltrexone ein anerkannter Bestandteil leitlinienbasierter Suchttherapien. Es hat keinen Ersatz für die psychosoziale Begleitung gebracht, jedoch die medikamentösen Optionen für Betroffene deutlich verbessert. Die historische Entwicklung spiegelt das wachsende Verständnis der neurobiologischen Grundlagen von Abhängigkeitserkrankungen wider.
Wirkdauer, Nachweisbarkeit und Abhängigkeitspotenzial
Nach einmaliger Einnahme einer 50‑mg‑Tablette hält die blockierende Wirkung an den Opioidrezeptoren in der Regel 24 Stunden an, gelegentlich auch etwas länger. Deshalb genügt bei vielen Patientinnen und Patienten eine tägliche Einmaldosis. Die lang anhaltende Rezeptorbindung ist der Grund, warum auch ein Schema mit drei Einnahmen pro Woche möglich ist, etwa 100 mg am Montag, 100 mg am Mittwoch und 150 mg am Freitag.
Der Wirkstoff ist in Blut und Urin nur relativ kurz nachweisbar, da er rasch verstoffwechselt wird. Sein Abbauprodukt 6‑β‑Naltrexol hat eine deutlich längere Halbwertszeit und trägt zur anhaltenden Wirkung bei. Routinemäßige Drogentests erfassen Naltrexone nicht, sodass es bei arbeitsmedizinischen oder forensischen Untersuchungen keine Rolle spielt.
Eine Abhängigkeit von Naltrexone selbst ist nicht zu erwarten. Der Wirkstoff erzeugt keine Rauschwirkung und führt nicht zu Toleranzentwicklung. Ein Absetzen verursacht keine körperlichen Entzugserscheinungen, jedoch kann die zugrunde liegende Sucht wieder ungeschützt zum Vorschein kommen. Daher ist die therapeutische Anbindung auch nach Beendigung der Medikation wichtig.
Alternativen und Forschungsüberblick
Im Bereich der Alkoholabhängigkeit stehen mit Acamprosat und Disulfiram zwei weitere zugelassene Arzneimittel zur Verfügung. Acamprosat wirkt über das glutamaterge System, Disulfiram blockiert den Alkoholabbau und führt bei Alkoholkonsum zu einer unangenehmen körperlichen Reaktion. Welcher Wirkstoff infrage kommt, hängt vom individuellen Krankheitsbild und der Therapiephase ab.
Für die Opioidabhängigkeit ist die Substitutionsbehandlung mit Methadon oder Buprenorphin oft der erste Schritt, während Naltrexone vor allem nach einer gelungenen Entgiftung zum Einsatz kommt. Depotformulierungen, die mehrere Wochen wirken, haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da sie die Compliance verbessern. Sie werden intramuskulär verabreicht und setzen den Wirkstoff kontinuierlich frei.
Die Forschung beschäftigt sich aktuell mit weiteren Anwendungsgebieten jenseits der Suchttherapie, etwa bei chronischen Entzündungserkrankungen oder in der Schmerzmedizin. Niedrig dosiertes Naltrexone (Low‑Dose Naltrexone) wird experimentell bei einer Reihe von Autoimmunerkrankungen diskutiert. Die Datenlage ist hier jedoch uneinheitlich, und eine Zulassung besteht in Österreich für diese Indikationen nicht.
Für Betroffene ist die Wahl des richtigen Wirkstoffs immer eine ärztliche Entscheidung, bei der Vor‑ und Nachteile abgewogen werden. Ihre Apotheke kann dabei helfen, die Unterschiede zwischen den Optionen besser zu verstehen und die Adhärenz zu unterstützen.
Naltrexone in Österreich bestellen: So funktioniert die Online‑Bestellung
Ihren Bedarf an Naltrexone können Sie bequem über unsere lizenzierte Online‑Apotheke decken – vorausgesetzt, Sie verfügen über ein gültiges Privat‑ oder Kassenrezept. Der Kauf ohne Rezept ist bei diesem Medikament weder legal noch sicher. Naltrexone ist in Österreich nicht rezeptfrei zugänglich, da es sich um eine verschreibungspflichtige Substanz mit relevantem Nebenwirkungsprofil handelt.
Der Ablauf ist einfach: Sie laden Ihr Rezept während des Bestellvorgangs hoch oder lassen es uns auf postalischem Weg zukommen. Unser pharmazeutisches Personal prüft die Verordnung auf formale Richtigkeit und medizinische Plausibilität. Erst nach dieser Plausibilitätsprüfung wird das Arzneimittel versandt.
- Naltrexone‑Produkt auswählen und in den Warenkorb legen.
- Rezept per Upload oder Post an die Apotheke übermitteln.
- Lieferadresse angeben und Zahlungsart wählen.
- Nach Prüfung und Freigabe erfolgt der diskrete Versand per Post.
- Lieferung innerhalb Österreichs innerhalb weniger Werktage.
Der Preis für Naltrexone variiert je nach Packungsgröße und Hersteller. Typischerweise liegen die Kosten für eine 28‑Stück‑Packung im unteren zweistelligen Euro‑Bereich, größere Packungen können vorteilhafter sein. Genaue Preise können Sie direkt in unserem Online‑Shop einsehen, wo Sie auch die Verfügbarkeit verschiedener Generika prüfen können.
Unsere Apotheke bietet Ihnen zudem die Möglichkeit, Ihre Bestellung per Sendungsverfolgung zu überwachen, sodass Sie jederzeit wissen, wann Ihr Medikament ankommt. Eine fachkundige Beratung zu Einnahme, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen schließt jede Bestellung mit ein.
Vorteile einer Bestellung in einer lizenzierten Online‑Apotheke
Wer Naltrexone online kaufen möchte, sollte dies ausschließlich bei einer behördlich zugelassenen Apotheke tun. Illegale Internetquellen bieten mitunter gefälschte oder nicht zugelassene Ware an, die Gesundheitsrisiken birgt und oft ohne Rezeptpflicht werben – was bei Naltrexone ein klarer Hinweis auf Betrug ist. Eine seriöse Apotheke erkennen Sie am österreichischen Apotheken‑Siegel und der verpflichtenden Rezeptanforderung.
Der online Kauf über eine zugelassene Apotheke spart Zeit und Wege. Gerade wenn eine Suchterkrankung mit Stigmatisierung verbunden sein kann, schätzen viele Betroffene die Diskretion des Versandhandels. Die Beratung erfolgt ebenso vertraulich wie vor Ort – per Telefon, Chat oder E‑Mail durch approbierte Pharmazeutinnen und Pharmazeuten.
Über unsere Plattform erhalten Sie außerdem einen transparenten Preis‑ und Lieferüberblick. Im Unterschied zu stationären Apotheken können Sie Packungsgrößen und Hersteller bequem vergleichen. Alle von uns abgegebenen Arzneimittel durchlaufen die gleichen strengen Qualitätskontrollen wie in der physischen Apotheke.
Durch den regularisierten Versandhandel bleibt die Therapiekontinuität auch dann gewährleistet, wenn ein Besuch in der Apotheke vor Ort schwer fällt – sei es aus beruflichen oder persönlichen Gründen. Wir setzen alles daran, dass Sie Ihr Naltrexone zuverlässig und pünktlich erhalten, ohne dass die Sicherheit darunter leidet.
Häufig gestellte Fragen
Ist Naltrexone in Österreich rezeptpflichtig?
In Österreich ist Naltrexone grundsätzlich verschreibungspflichtig, da es sich um ein Arzneimittel mit spezifischem Wirkprofil handelt. Für den legalen Erwerb ist daher ein gültiges Rezept erforderlich. Online-Anbieter, die das Medikament ohne Rezept bewerben, sollten mit besonderer Vorsicht betrachtet werden.
Kann ich Naltrexone ohne Rezept online bekommen?
Der Erwerb von Naltrexone ohne gültiges Rezept ist in Österreich und der gesamten EU nicht rechtmäßig. Seriöse Versandapotheken verlangen stets die Vorlage einer ärztlichen Verordnung, bevor sie das Medikament aushändigen. Angebote für Naltrexone ohne Rezept sind oft unseriös und bergen gesundheitliche Risiken.
Wie finde ich eine vertrauenswürdige Online-Apotheke für Naltrexone?
Achten Sie auf das offizielle EU-Sicherheitslogo, das zu einem Eintrag im nationalen Apothekenregister führt, und auf eine klare Impressumspflicht mit österreichischem Firmensitz. Eine lizenzierte Apotheke wird niemals verschreibungspflichtige Medikamente rezeptfrei anbieten. Zusätzlich ist eine persönliche Beratung per Telefon oder Chat ein gutes Zeichen für Seriosität.
Mit welchem Preis muss ich für Naltrexone rechnen?
Die Kosten für Naltrexone variieren je nach Hersteller, Packungsgröße und Dosierung, wobei Sie in einer österreichischen Apotheke meist mit einem Betrag im mittleren zweistelligen Euro-Bereich rechnen können. Der genaue Preis hängt auch von Ihrem individuellen Versicherungsstatus ab. Ein direkter Preisvergleich zwischen zugelassenen Online-Apotheken kann sich lohnen, sofern ein Rezept vorliegt.
Darf ich Naltrexone aus dem Ausland importieren?
Der private Import von Arzneimitteln aus Nicht-EU-Staaten ist nach Österreich in der Regel nicht erlaubt, da importierte Medikamente nicht der strengen österreichischen Arzneimittelkontrolle unterliegen. Innerhalb der EU kann eine Bestellung bei einer registrierten Versandapotheke unter bestimmten Bedingungen möglich sein. Unabhängig davon bleibt das Erfordernis eines in Österreich gültigen Rezepts bestehen.
Welche Rolle spielt Naltrexone bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen?
Naltrexone wird vor allem zur Unterstützung der Abstinenz bei Alkohol- und Opioidabhängigkeit eingesetzt, wo es das Verlangen nach dem Suchtmittel reduzieren kann. In einer anderen, sehr niedrigen Dosierung wird es experimentell bei bestimmten chronisch-entzündlichen Erkrankungen verwendet, was jedoch meist außerhalb der zugelassenen Anwendung geschieht. Die Therapie muss immer in ein umfassendes medizinisches und psychosoziales Behandlungskonzept eingebunden sein.
Beeinflusst Naltrexone die Fahrtüchtigkeit?
Naltrexone kann, insbesondere zu Beginn der Behandlung, Nebenwirkungen wie Benommenheit, Schwindel oder Konzentrationsstörungen verursachen, die Ihre Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen können. Daher sollten Sie das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschinen unterlassen, bis Sie Ihre individuelle Reaktion auf das Medikament sicher einschätzen können. Besprechen Sie diese Frage am besten vor Therapiebeginn mit Ihrem behandelnden Arzt.
Kann ich Alkohol trinken, während ich Naltrexone einnehme?
Während der Einnahme von Naltrexone ist der Genuss von Alkohol grundsätzlich nicht zu empfehlen, da dies die Verträglichkeit des Medikaments beeinflussen und die Leber belasten kann. Zudem wirkt Naltrexone dem Belohnungseffekt von Alkohol entgegen, was den Zweck der Therapie unterstreicht. Ein gelegentlicher, geringer Konsum sollte dennoch ärztlich abgeklärt werden.
Mit welchen Wechselwirkungen muss ich bei Naltrexone rechnen?
Besonders gefährlich ist die gleichzeitige Einnahme von Opioiden, da Naltrexone deren Wirkung blockiert und zu schweren Entzugserscheinungen führen kann. Informieren Sie Ihren Arzt über alle anderen Medikamente, auch über nicht verschreibungspflichtige, da auch Wechselwirkungen mit bestimmten Husten- oder Durchfallmitteln möglich sind. Ihr Arzt kann die vollständige Liste Ihrer Medikamente prüfen und die Therapie sicher darauf abstimmen.
Wie lange dauert es, bis Naltrexone wirkt?
Die blockierende Wirkung von Naltrexone an den Opioidrezeptoren tritt innerhalb einer Stunde nach der Einnahme ein. Der therapeutische Effekt, also die Verringerung des Suchtverlangens oder anderer Symptome, kann jedoch Tage bis Wochen benötigen, bis er sich spürbar entfaltet. Eine regelmäßige Einnahme gemäß ärztlicher Anweisung ist daher entscheidend für den langfristigen Behandlungserfolg.
Was passiert, wenn ich die Einnahme von Naltrexone vergesse?
Holen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie es bemerken, es sei denn, die nächste planmäßige Einnahme steht kurz bevor. Verdoppeln Sie auf keinen Fall die Dosis, um eine ausgelassene Einnahme auszugleichen. Eine vergessene Dosis kann die Wirksamkeit beeinträchtigen, daher ist eine disziplinierte Einnahmeroutine wichtig.
Kann die Langzeitanwendung von Naltrexone die Leber beeinflussen?
In klinischen Studien wurden bei hohen Tagesdosen Anstiege der Leberwerte beobachtet, während die üblichen therapeutischen Dosierungen in der Regel gut vertragen werden. Ihr Arzt wird vor und während der Therapie regelmäßig Ihre Leberfunktion überwachen, um auf Veränderungen reagieren zu können. Bei bestehenden Lebererkrankungen ist eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.
Fachliche Prüfung durch eine Apothekerin
Diese Produktinformationen zu Naltrexone wurden durch Mag. pharm. Johanna Gruber, registrierte Apothekerin in Österreich, auf medizinische und pharmazeutische Korrektheit geprüft. Ihre Berufsregistrierung bei der Österreichischen Apothekerkammer lautet APO-AT-2023/0042. Die fachliche Validierung fand am 23. Juni 2025 statt.
Rechtlicher Hinweis: Die Angaben auf dieser Seite dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Sie können eine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Therapie nicht ersetzen. Bitte wenden Sie sich vor der Einnahme von Naltrexone an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
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